Das halbautomatische Cabrioverdeck ist ein hydraulisches Verdeck, das über das Cabrioverdeckmodul CVM III gesteuert wird. Wenn das Verdeck den Windlauf erreicht hat, muss es von Hand, über die Griffmulde nach unten gezogen werden. Das Öffnen funktioniert auf Knopfdruck vollautomatisch.
Das Cabrioverdeckmodul erfasst die Verdeckpositionen. Es steuert das Hydraulikaggregat und die Windlaufverriegelung an. Darüberhinaus werden die auftretenden Fehler gespeichert.
Zum Öffnen und Schließen des Verdecks ist im Fahrzeug ein Bedienschalter mit zwei Taster verbaut. Die Taster schalten Masse zum Cabrioverdeckmodul, wenn sie betätigt werden.
In der Instrumentenkombination eine Kontrollleuchte (LED) eingebaut, die leuchtet, wenn das Verdeck geöffnet oder geschlossen wird. Die LED erlischt, wenn das Verdeck vollständig geöffnet ist, also im Verdeckkasten abgelegt ist oder am Windlauf verriegelt ist (vollständig geschlossen). Wird der Verdecklauf während der Betätigung unterbrochen, blinkt die LED und zeigt damit an, dass sich das Verdeck in keiner der beiden sicheren Endlagen befindet.
Die Bewegung des Verdecks erfolgt über Hydraulikzylinder. Der erforderliche Öldruck wird von einem Hydraulikaggregat erzeugt. Dieses Aggregat besteht aus einem Ölbehälter, der auch die Druckpumpe enthält. Die Druckpumpe wird von einem Gleichstrommotor angetrieben, dessen Strom von zwei Relais geschaltet wird. Die Relais sind im Relaisträger hinter dem Beifahrersitz verbaut. Die Ansteuerung der Relais erfolgt vom Cabrioverdeckmodul.
Im Hydraulikaggregat sind keine Hydraulikventile verbaut. Für die beiden Bewegungsrichtungen der Hauptsäule wird deshalb der Pumpenmotor umgepolt.
Hinweis: Ruckartige Bewegungen des Verdecks deuten darauf hin, dass die Fahrzeugbatterie nicht ausreichend geladen ist.
Die Verriegelung des Verdecks am Windlauf erfolgt über einen elektrischen Antrieb. Der Antrieb wird direkt vom Cabrioverdeckmodul angesteuert. Die Verriegelung erfolgt, wenn der Bediener das Verdeck über die Griffschale nach unten bewegt, bis die Verriegelungshaken in den Scheibenrahmen eindringen. Die Ansteuerung des elektrischen Antriebes erfolgt, wenn der Hallsensor in der Griffschale und der Hallsensor im Scheibenrahmen erkennen, dass das Verdeck auf den Scheibenrahmen gezogen wird.
Zum Entriegeln des Verdecks wird die Drehrichtung des Elektromotors umgepolt.
Die Verriegelungshaken werden auch geschlossen, wenn das Verdeck vollständig im Verdeckkasten abgelegt ist.
Die Positionen des Verdecks werden über Hallsensoren erfasst:
Hallsensoren sind Stromschalter. Als Schaltgrenzen sind definiert: 4mA für den Zustand aus und 15mA für den Zustand ein. Damit ein Schalter einen Gegenstand erkennt, muss ein ferromagnetisches Material mindestens 1 mm vor dem Sensor stehen.
Im Fahrzeug sind zwei unterschiedliche Hallsensorkreise, die Verdecksensoren und die Karosseriesensoren verbaut.
Karosseriesensoren
Verdecksensoren
Die Erkennung, ob am Fahrzeug ein Hardtop verbaut ist erfolgt über einen Sensor in der Hardtopaufnahme.